Kriege und Konfessionswechsel hat das Fest überdauert und einen handfesten Bierskandal, als die Kinder im Jahr 1728 wegen großer Sommerhitze dem einheimischen Gerstensaft allzu gut zusprachen. Die markgräfliche Regierung in Bayreuth verfügte daraufhin vorübergehend die Abschaffung “wegen allerhand Üppigkeiten und Insolentien, welche der Jugend mehr schädlich als nützlich sind”. Alte Rechnungen belegen es: Bier sei “den Kindern und den Herren Schulbediensteten auf dem Rathaus zu vertrinken gegeben worden”. 1732 waren es immerhin 58 Maß. Das Verbot wurde jedoch nicht lange aufrecht erhalten.

Und auch einen regelrechten Bratwurstkrieg hat es im letzten Jahrhundert gegeben über hitzigen Diskussionen, ob die Kinder Ihre “Brodwörschd” bekommen sollen oder nicht.
Die Verlegung des Schuljahresendes auf den Sommer brachte auch eine Verschiebung des Gregorifestes in eine wärmere, zum Feiern im Freien besser geeignete Jahreszeit mit sich. Der Kinderbischof wurde schließlich von einer Amtsperson des öffentlichen Lebens abgelöst.


